Leserbrief im Juni 1999 an die Saarbrücker Zeitung

   

Leserbrief zum Artikel „ Der Saft aus der Steckdose wird billiger" aus
der Saarbrücker Zeitung vom 2.07.99

   

In dem Bericht kam die Frage auf ob die Stromfülle der Energie Versorger den Bau des neuen Kraftwerkblockes in Ensdorf (nach dem „Eckpunktepapier" , nachzulesen unter www.werner-stein.de) überflüssig macht. Der Vorstand der VSE AG geht derzeit von einem Neubau aus. Prof. Leo Petry sagte dazu in dem Bericht „Wir haben einen Vertrag. Wir haben Leistungen erbracht, haben stillgelegt (Kraftwerk Wehrden), die Gegenleistung steht aus".

Ich sage dazu, eine definitive Zusage zum Bau des neuen Blockes seitens der RWE hat es bis heute nicht gegeben, aber eine  Absage bzw. Ausrede von Herr Bierhoff (RWE) im Dezember vorigen Jahres. Ich vermute mal, das bei der VSE schon ein Ersatzstromliefervertrag von der RWE für den Block 1 in Ensdorf auf dem Tisch liegt.

Parallelen zur Schließung des Kraftwerk Wehrden sind nicht zu übersehen ( es sind ja auch die gleichen Macher ). Meiner Meinung nach wird es im Jahr 2005 auch den Kraftwerksstandort Ensdorf nicht mehr geben.

Nochmals zu dem „Eckpunktepapier" dessen geistige Väter der „Vordenker" ? und ehemalige Minister für Umwelt, Energie und Verkehr Prof. Willy Leonhardt und Herr Bierhoff von der RWE sind. Dieses Papier macht den Kraftwerksstandort Saarland platt, die folgen sind Tausende verlorene Arbeitsplätze im Saarland ( Kraftwerke,Zulieferer,Bergbau,Tagebau,Neuland usw.) und dies mit der Unterstützung der Saarländischen Landesregierung ( roter Filz ) , das ist Arbeitplatzpolitik Made by SPD-Saar .

Bei der Schließung des Kraftwerkes Wehrden ( nach dem „Eckpunktepapier" ) hat der Saarländische Steuerzahler sogar über 10 Millionen DM zu den Kosten für den Bau der Konvertergasleitung zum Kraftwerk Fenne ( dieser Bau bedeutete das „AUS" für Kraftwerk Wehrden, und war ausschlaggebend für Zustandekommen des „Eckpunktepapiers" ) beigetragen, damit wohl die Portokasse der RWE nicht belastet wird. Es währe wohl die Sache des „Bund der Steuerzahler" dieser Fehlinvestition der Saarländischen Landesregierung nachzugehen.

Sie können näheres zu Schließung des Kraftwerk Wehrden und dem „Eckpunktepapier" im Internet unter www.werner-stein.de nachlesen, diese Seiten werden in den nächsten Wochen ergänzt.