Leserbrief im August 1999 an die Saarbrücker Zeitung

   

Leserbrief zum Artikel „ Neue Arbeitnehmer-Initiative will Ministerpräsident Klimmt massiv unterstützen" aus der Saarbrücker Zeitung vom 13.08.99

   

In dem Bericht steht zu lesen, die SPD-Saar bzw. Herr Klimmt bekommt kräftige Unterstützung von den Betriebsräten und Gewerkschaften in der heißen Phase des Wahlkampfes. Diese Unterstützung hätten auch die Mitarbeiter des Kraftwerk Wehrden, die auf massivem Druck der saarländischen Landesregierung (SPD-Saar) insbesonders durch den damaligen Minister für Umwelt, Energie und Verkehr Willy Leonhardt ihren Arbeitsplatzverloren haben, von den Betriebsräten und Gewerkschaften gebraucht.

Wie soll ich als Betriebsratsvorsitzender der "Energie Service Saar" meinen Arbeitskollegen, die durch diese Landesregierung ihren Arbeitsplatz verloren haben, motivieren diese Partei zu wählen.

In dem Bericht sagt Herr Klimmt "ohne Steinkohle-Bergbau droht Gefahr für die Zulieferer und die Kraftwerke", wie soll ich das verstehen? Im Kraftwerk Wehrden wird keine Kohle mehr verfeuert und Zulieferer gibt es auch keine mehr.

Ein neues Kraftwerk in Ensdorf, wegen dem nach dem sog. Eckpunktepapier ältere Kraftwerke im Saarland geopfert wurden, wird es nicht geben. Wer was anderes behauptet lügt.

Ich frage mich, unabhängig von der SPD-Saar, was oder wenn will diese Partei eigentlich noch vertreten, die Arbeiter, den kleinen Mann, die Rentner? So nicht meine Herren von der SPD, oder hält ihr uns schon für verblödet, meint ihr wir bekommen diese Hiobsbotschaften die ihr täglich verbreitet nicht mehr mit.

Früher konnte man das geringere Übel wählen (für mich SPD), heute ist das wohl nicht mehr möglich. Ich hoffe es denken mehr so wie ich und es wird dem roten Filz im Saarland ein Ende gesetzt.