Leserbrief im Februar 2000 an die Saarbrücker Zeitung

   

Leserbrief zum Artikel „ Neue Strom-Allianzen allerorten" aus der Saarbrücker Zeitung vom 05.02.2000

   

Bei der Tagung: Stadtwerke müssen den Großen die Stirn bieten, warnte der ehemalige saarländische Umweltminister und Arbeitsplatzkiller Willy Leonhardt vor der Entstehung zentraler Strukturen, die dazu führten "dass nur große Energiemultis in der Europaliga übrigbleiben". Das ist Paradox, war es doch gerade dieser Herr Leonhardt der mit dem "Eckpunktepapier" die saarländische Kraftwerkslandschaft an die RWE-Energie verraten und verkauft hatte und dies mit saarländischen Steuermittel von über 10 Mill. DM.

Opfer dieses "Eckpunktepapiers" waren vor allem die 87 Mitarbeiter des Kraftwerk Wehrden, sowie etwa 200 Arbeitsplätze bei Zuliefern und im Bergbau die Ihre Arbeitsplätze verloren haben.

Die vorzeitige Schließung des Kraftwerk Wehrden sollte laut "Eckpunktepapier" zur Vorfinanzierung (RWE heimst jedes Jahr etwa 21 Mill. DM über den Leistungspreisanteil bei den Ersatzstromlieferungen ein) für einen neuen 500 MW Block in Ensdorf dienen, den RWE-Energie laut Vertrag errichten sollte.

Da dieser Block devinitiv nicht gebaut wird sieht es auch für den Standort Ensdorf schlecht aus, ich gebe dem Standort Ensdorf maximal noch zwei Jahre.

Ich rechne damit das Ende des Jahres der "RWE" Block 3 vom Netz geht, für den "VSE" Block 1 liegt der Ersatzstromliefervertrag seitens der RWE-Energie garantiert schon vor. Der "Abwickler" der für das Kraftwerk Wehrden schon zuständig war ist auch im Kraftwerk Ensdorf tätig und "voll im Zeitplan".

Wer mehr darüber lesen will kann dieses unter www.werner-stein.de oder www.arbeitnehmer-info-saar.de im Internet tun.