Oskar Lafontaine am 1.Mai bei der DGB-Kundgebung
        Am 1.Mai sprach Oskar Lafontaine, nach seinem Rücktritt, zum ersten mal wieder in der
        Öffentlichkeit. Mit Spannung wurde die Rede, er nahm Stellung zum Kosovo und zur
        Arbeitsplatzpolitik, von der Bevölkerung und den Medien erwartet. Ich habe es mir angetan
        und habe mir die Rede Live reingezogen. Was Oskar aber hier offenbarte war nichts anderes
        als Polemik im "Bild-Zeitung" Stil, seine Ausführungen zum Krieg im Kosovo war gegen
        seine Genossen gerichtet und fand Beifall bei den Zuhörern, bei seinen Ausführungen zur
        Arbeitsplatzpolitik kam nur Blabla hervor. Ich fand es nicht gut, was Oskar hier von sich
        gab, er hätte als Minister die Möglichkeit gehabt etwas zu verändern. Statt dessen hat er
        es vorgezogen zu Desertieren.
        Als Privatmann könnte er aber jeden Sonntag im Deutsch-Französischen Garten als
        "Trinkgeldsschwätzer" auftreten, ähnlich wie im Hyde-Park, da bräuchte er nur so
        weitermachen wie bisher. Saarbrücken hätte eine neue Attraktion, sein Sohn Maurice
        könnte im Park spielen, Christa könnte jedem erzählen wie schwer es die Familie hatte
        als Oskar noch Finanzminister war.
        Bemerkung: Wie schwer war es erst für den Rest der Nation, sogar der EU.
        Oskar könnte sich aber auch für die Deserteure, die es bestimmt beim Einsatz von Bodentruppen
        im Kosovo gibt, einsetzen. Er hat ja   jüngst selbst einschlägige Erfahrungen gesammelt.
        Ob aber jeder Deserteur eine Abfindung > 100.000 DM bekommt, sowie eine Rente von 16.000 DM
        Monatlich, halte ich für fraglich.