14.06.1993

 

Trotz des Konkursverfahrens der Saarstahl AG entscheidet der Aufsichtsrat der Kraftwerk Wehrden GmbH die Erneuerung der Bekohlungsanlage und die Ertüchtigung des Nachschaltelektrofilters ( letzteres schon unter dem Aspekt der Nachrüstung mit einer DeNOx - Anlage ).
20.01.1994 Als techn. Geschäftsführer stellt Willy Leonhardt die Strategie - die Anlage bis in das Jahr 2010 weiterzubetreiben - vor
1. Erneuerung der Blockleittechnik
2. Nachrüstung mit einer DeNOx - Anlage
29.06.1994 Willy Leonhardt plädiert für die Erneuerung der Leittechnik und den Bau einer DeNOx - Anlage.
Betriebswirtschaftliche Prüfungen ergaben das diese Investitionen gerechtfertigt sind.
Der Aufsichtsrat beschließt Planungsaufträge zur Erneuerung der Leittechnik und zur Nachrüstung einer DeNOx - Anlage zu erteilen.
Es findet ein Wechsel in der techn. Geschäftsführung statt. Herr Dr. Heinrich von den Stadtwerken Saarbrücken wird Nachfolger von Willy Leonhardt. Willy Leonhardt wird Minister für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlandes.
02.02.1995

 

Der Aufsichtsrat der Kraftwerk Wehrden GmbH beschließt die Erneuerung der Leittechnik und der Gasfeuerungsanlage, ebenso werden die Mittel zu Konstruktionsplanung für die DeNOx - Anlage freigegeben.
Im Rahmen der Diskussionen über die Investitionen wird erstmals die Variante einer Ersatzstromlieferung, mit der damit verbundenen Kraftwerks-
stillegung in 1997 angesprochen. Herr Marquis ( Geschäftsführer der VSE/RWE ) plädiert für die Nachrüstung einer DeNOx-Anlage auch unter dem Aspekt der Standortsicherung.
22.03.1995

 

 

Der Aufsichtsrat wird über die Überlegungen des RWE ( im Konsens mit der saarländischen Landesregierung ) das Kraftwerk Wehrden stillzulegen informiert. Der für die RWE Energie entstehende betriebswirtschaftliche Vorteil durch die vorgezogene Stillegung des Kraftwerk Wehrden wird erwähnt. Siehe Brief des RWE an VSE
Da das Ersatzstromlieferangebot jedoch noch unzureichend ist bzw. noch viele Randbedingungen ungeklärt sind kann man darüber nicht befinden.
Der Aufsichtsrat beschließt die Leittechnik auf jeden Fall zu erneuern und bewilligt auch weitere Mittel in Höhe von 1,6 Mio. DM zum Bau der DeNOx-Anlage.
06.06.1995

 

Das Thema Stillegung des Kraftwerkes und Ersatzstromlieferungen an die Gesellschafter wird - ohne Ergebnis - kontrovers diskutiert. Eine Entscheidungsverlagerung auf die politische Ebene wird angesteuert.
Man beschließt noch offene Punkte bis zum 16.06.96 zu klären. Sollte dies nicht möglich sein, sollen weitere 3 Mio. DM für den Weiterbau der DeNOx freigegeben werden.
14.06.1995

 

Da die Ersatzstromlieferproblematik zwischenzeitlich nicht geklärt werden konnte werden weitere Mittel von ca. 3Mio. DM für den Bau der DeNOx durch den Aufsichtsrat genehmigt.
01.09.1995

 

Die Thematik der Kraftwerks-Stillegung wird  - ohne Ergebnis - kontrovers diskutiert. Es wird darüber berichtet, dass am 30.08.95 eine Besprechung mit Willy Leonhardt stattfand, in dem die Neuordnung der saarländischen Kraftwerks - Landschaft diskutiert wurde.
12.09.1995

 

 

Der Aufsichtsrat beschließt den Weiterbau der DeNOx für ein Jahr zu unterbrechen, um bis dahin die ungeklärten Fragen zu einer Lösung zuzuführen. Bis Ende März 96 sollen alle offenen Fragen durch die Geschäftsführung geklärt werden. Ein ständiger Gast im Aufsichtsrat stellt fest, dass das Damoklesschwert der Stillegung des Kraftwerk Wehrden in der Hand des Minister für Umwelt, Energie und Verkehr Willy Leonhardt liegt.
Ein Wechsel in der Geschäftsführung findet statt. Herr Dr. Werner Roos ( VSE/RWE ) übernimmt den Aufgabenbereich von Herr Maquis.
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